Methoden und Werkzeuge komplexitätsgerechter Produktionsgestaltung    
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Methoden und Werkzeuge komplexitätsgerechter Produktionsgestaltung
Im Rahmen der Forschungs- und Industrietätigkeit wurde ein Baukasten aus Methoden und Werkzeugen für Analyse, Konzeption und Bewertung in der Produktionsgestaltung aufgebaut. Ausgewählte Bestandteile werden im Folgenden vorgestellt.


Wertanalyse

Die Orientierung am Kundenwert ist zentraler Orientierungspunkt jedes Beratungsprojektes. Die Wertanalyse hat sich seit den 60er Jahren zum Industriestandart in einem weiten Anwendungsfeld entwickelt. Mit der Wertanalyse wird der Bogen von der Zielformulierung bis zur Maßnahmenfindung und -bewertung im Projekt gespannt.


Analyse und Optimierung der Auftragsabwicklung

Häufig zeigt die Untersuchung von Schnittstellen, Prozessschritten und Informationsträgern der Geschäftsprozessabwicklung, dass eine Schwachstelle nicht in der Produktion alleine zu beseitigen ist. Mit standardisierten Prozess- elementen (ProPlan) werden in Workshops und Interviews die Informationsflüsse und Kommunikationsstrukturen aufgenommen und optimiert.


Wertstromoptimierung

Der Wertstrom fasst die entscheidenden Aspekte schlanker Produktionsorganisation kompakt zusammen: Bedarfsorientierung, Ablauf- synchronisation und Vermeidung von Verschwendung. Das Wertstromdesign wird als Werkzeug zur operativen Produktionsoptimierung eingesetzt.


Prozessanalyse und -optimierung

Für die Analyse und Optimierung von Abläufen in der Produktion bestehen zahlreiche Methoden, die abhängig von Einsatzzweck und -art ausgewählt werden. In Workshops, die auf eine partizipative, anwendungsnahe Lösungsfindung in der Gruppe angelegt sind, kommen typischerweise Prozesskettenanalysen, Weg- aufnahmen und Tätigkeitssimulationen zur Anwendung. Eine analytische Prozess- optimierung erfolgt auf Basis zeitwirtschaftlicher Methoden und strukturierter Aufnahme von Prozessmerkmalen. Bei Bedarf werden Methoden mathematischer Optimierung eingesetzt ein typischer Anwendungsfall dafür ist z.B. die Leistungsabstimmung in der Fließ- und Reihenproduktion.


Benchmarks und Best Practice für die Montagegestaltung

Am WZL bestehen ein umfangreicher Kennzahlenkatalog mit Prozessbenchmarks sowie eine Erfahrungsdatenbank erfolgreicher Lösungen für die Montagegestaltung. Dieses Erfahrungswissen liefert in Beratungsprojekten eine wertvolle Unterstützung bei der Schwachstellenidentifikation und Lösungs- findung.


Digitale Planungswerkzeuge

Die Werkzeuge der Digitalen Fabrik sind fester Bestandteil bei Konzeption und Umsetzungs- planung. Im Vordergrund der Projektanwendung stehen Ablaufsimulation sowie digitale Materialfluss- und Layoutplanung.


Mathematische Optimierung und Simulation

Mathematische Optimierung bedeutet, mit exakten Verfahren eine anforderungsoptimale Lösung zu ermitteln. Dies lässt sich nur bei klar eingegrenzten Problemstellungen anwenden, legt aber häufig erhebliche Potenziale offen. Ein typischer Anwendungsfall ist die Optimierung der Teilebereitstellungsform in der Montage.


Produktions-Struktur-Matrix: Komplexität entflechten

Die Produktions-Struktur-Matrix wurde als Werkzeug für die Analyse und Gestaltung variantenreicher und dynamischer Produktion entwickelt. In der Analyse wird der Einfluss von Veränderungstreibern auf die Produktion abgebildet. Die Matrix fungiert in der folgenden Optimierung als Gestaltungsmonitor, an dem systematisch Maßnahmen erarbeitet werden.


Planung hoher Varianz mit statistischen Größen

Für die Produktionsauslegung müssen bei hoher Varianz der Produktionsprozesse statistische Größen für die Auslegung und Dimensionierung herangezogen werden. Ein typisches Beispiel ist die Dimensionierung einer Mehrmodellmontage.


Szenario Wizard

Für die Szenarioplanung wurde ein Werkzeug entwickelt, mit dem die Eintrittswahr- scheinlichkeit von Stückzahlverläufen bewertet werden kann. Damit ist eine lebens- zyklusorientierte Produktionsauslegung und bewertung möglich.


eine Initiative der